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Medikamente mit sehr starker entzündungshemmender Wirkung sind Kortison und dessen Verwandte. Diese Stoffe, die auch im Körper selbst hergestellt werden, vermindern die Reaktion des Körpers auf einen Reiz, z.B. einen chronischen Reizzustand im Gelenk wegen einer Arthrose. Problematisch ist, dass durch diese Mittel die Ursache nicht bekämpft wird und die Gabe immer wieder, teilweise in ansteigenden Dosierungen wiederholt werden muss, um eine dauerhafte Reduktion der Entzündung und der Schmerzen zu erreichen. Die Nebenwirkungen von Kortison sind beträchtlich, da dieses Medikament sehr tief in das Hormonsystem und den Stoffwechsel eingreift. Im akuten Anfall ist Kortison sehr hilfreich, eine ständige Anwendung sollte jedoch, falls möglich, vermieden werden. Kortison muss vom Arzt verordnet werden und die Einnahme muss überwacht werden.

Periphere Schmerzmittel hemmen ebenfalls die Entzündung, da bestimmte Entzündungsenzyme gehemmt werden. Diese Wirkung wird jedoch mit einer hohen Nebenwirkungsrate bei andauernder Einnahme erkauft. Zusätzlich ist die Verträglichkeit dieser Medikamente oft schlecht. Die Verträglichkeit kann durch Mittel zur Hemmung der Magensäure verbessert werden. Bei Medikamenten wie Diclofenac, Ibuprofen und ähnlichen wurde die antientzündliche Wirkung weiter verbessert, sodass diese Mittel weniger gegen Schmerzen und mehr gegen die Entzündung wirken. Daher setzt die Wirkung auch erst nach ein bis drei Tagen ein. Bezüglich der Nebenwirkungen und der Verträglichkeit sind diese Stoffe den peripheren Schmerzmitteln gleichzusetzen.

Um die Nebenwirkungen zu verringern, wurde die nächste Generation der Antiphlogistika entwickelt. Diese sind gerade aus dem Versuchsstadium entlassen und haben eine gute antientzündliche Wirkung bei weniger lokalen Nebenwirkungen am Verdauungstrakt. Diese spezifischen Medikamente (COX-2-Hemmer) hemmen einen speziellen Rezeptor an der Zelle, der für die Entzündungsreaktion zuständig ist. Leider hat sich bei mehreren dieser Medikamente herausgestellt, dass bei Dauereinnahme Verschlimmerungen einer Herzerkrankung möglich sind. Andere Medikamente dieser Gruppe haben diese Nebenwirkung in geringerem Maße gezeigt, trotzdem sollte auch bei diesen eine Dauereinnahme kritisch überdacht werden. Die Alternative zu den COX-2-Hemmern sind die bereits langzeiterprobten antientzündlichen Medikamente, deren Nebenwirkungen auf den Magen durch die Einnahme von Magensäurehemmern gemildert werden. Diese Medikamente müssen vom Arzt verschrieben werden.

Leider hat sich die Anwendung von Salben oder Cremes mit entzündungshemmenden Inhaltsstoffen nicht bewährt. Die Wirkung ist sehr gering und nur über maximal zwei Wochen vorhanden.

 

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