logo-kl
arthros01

Vodafone DSL
 

city-praxen

Tchibo - Jede Woche eine neue Welt!
 

 

Mit zunehmendem Alter wird der Knorpel (die Gleitschicht in den Gelenken) rauh und nutzt sich ab. Die Schnelligkeit der Abnutzung und das Ausmaß des Schadens im Gelenk bestimmen die Beschwerden, die der Einzelne im Gelenk hat. Meist sind die Veränderungen schleichend und können über sehr lange Zeit toleriert werden. Wenn die Beschwerden zu stark werden, sind die Veränderungen im Gelenk meist schon weit fortgeschritten. Risikofaktoren für eine vorzeitige Abnutzung sind: falsche Belastung der Gelenke, erhebliches Übergewicht, Bewegungsmangel, Fehlstellung der Gliedmaßen (X-Beine, O-Beine) oder Folgen von Verletzungen der Beine. Da im Erwachsenenalter kein Knorpel mehr nachwächst, bilden sich diese Schäden nicht zurück.

Inzwischen gibt es erste Ansätze, neuen Knorpel in- oder außerhalb des Gelenkes zu erzeugen und so die Knorpelschäden zu behandeln. Die nächsten Jahre werden sicherlich interessante Entwicklungen auf diesem Gebiet hervorbringen.

Die angebotenen Therapien sollen in der im Therapieschema aufgeführten Reihenfolge durchgeführt werden. Wenn ein befriedigendes Ergebnis erreicht ist, kann die Therapie auf diesem Niveau weitergeführt werden. Damit kann unter Umständen eine weitere Eskalation bis zur Operation oder sogar bis zum Gelenkersatz vermieden werden.

Therapieschema:

1. Information des Patienten über die Erkrankung und die möglichen vorgeschlagenen Behandlungsstrategien. Erreichen einer positiven Einstellung des Patienten, die zur Mitarbeit bei der Behandlung motiviert. Planen eines Fitness- und Gehtrainings und Durchführung möglichst in der Gruppe (z.B. in einer Rehabilitationsmaßnahme).

2. Physiotherapie dient dem Erhalt und der Erweiterung des Bewegungsumfangs des Gelenks sowie der Stärkung der Muskulatur, die auf die Gelenke einwirkt. Das wirkt sich auf die Gelenkstabilität positiv aus. Auch Fehlstellungen des Gelenks lassen sich durch Physiotherapie bessern bzw. korrigieren. Darüber hinaus lässt sich so häufig eine Besserung von Schmerzen, Steifigkeit und anderen Symptomen erzielen.

3. Hydrotherapie wird zur Schmerztherapie und zur Relaxation (Lockerung) der Muskulatur verordnet, die Belastung der gewichttragenden Gelenke wird durch die Schwerkraft vermindert. So bewirken Wassergymnastik und Schwimmen die Lockerung und Stärkung, ohne dass die Gelenke stark belastet werden. Lokale Wärme- oder Kälteanwendungen und Massage können nützlich sein, das sollte man selbst ausprobieren..

4. Da eine ungünstige Körpermechanik eine Rolle spielen kann, hat auch die Besserung dieses Faktors großes Gewicht. Allerdings kann man an seiner eigenen Knochenlänge nichts ändern. Aber die Haltung des Körpers kann verbessert werden. Die Patienten werden zu einer besseren Körperhaltung und zur Schonung der Gelenke angehalten. Vermieden werden sollen: längeres Stehen, Knien oder Hocken, wenn die Hüft- oder Kniegelenke betroffen sind. Auch der Abbau eines eventuell vorhandenen Übergewichtes gehört in diese Behandlungsstrategie.

5. Es gibt Hilfsmittel und Geräte zur Linderung der Symptome. Die Gelenke können durch Schienen stabilisiert und in der Bewegung unterstützt werden, die Gelenkbelastung kann durch Stützen, Spazierstöcke und Gehhilfen vermindert werden. Schuheinlagen reduzieren die Belastung der Gelenke und lindern die Schmerzen, indem sie die Ferse abfedern, die Stoßbelastung dämpfen und eine schlechte Körperhaltung korrigieren. Weitere Hilfsmittel zur häuslichen Anwendung können beim Aufstehen und Hinsetzen, bei der Toilettenbenutzung, beim Baden oder bei sonstigen alltäglichen Verrichtungen helfen. Über und sinnvolle Hilfsmittel berät die spezialisierte Orthopädiewerkstatt oder die Apotheke.

6. Alternative Therapieformen zur Schmerzbekämpfung, wie Akupressur, Akupunktur oder Nervenstimulation, können ausprobiert werden. Manche Patienten glauben, dass das Tragen von Magneten an den schmerzenden Gelenken die Schmerzen lindert. Biofeedback und Hypnose sind weitere alternative Therapieformen zur Schmerzbekämpfung.

7. Medikamentöse Therapie: zuerst einfache Analgetika/ Antiphlogistika wie Paracetamol, später spezifische nichtsteroidale Antirheumatika wie Indometazin, möglichst spät Kortikoide und weitere spezifische Medikamente wie Immunsuppressiva (z.B. Azathioprin, Methotrexat). Als Reservemedikamente bleiben derzeit die Antikörper den am schwersten leidenden Patienten vorbehalten.

8. Die operative Therapie schließt sich an, wenn keine andere nichtoperative Behandlung sinnvoll ist. Das Spektrum an Operationen ist breit: Gelenkspülung und Gelenkdebridement, Umstellungsoperationen, später Gelenkersatz oder Gelenkversteifung,

 

knie09w

Die Ausprägung des Knorpelschadens wird in vier Grade eingeteilt:

Grad I

Verfärbung des Knorpels, Knorpelerweichung

Grad II

Risse im Knorpel

Grad III

Defekte, die bis zum Knochen reichen

Grad IV

freiliegender Knochen

www.docmorris.com
 

 

[Home] [Grundlagen] [Diagnostik] [Erkrankung allg.] [Allgemeines] [Arthritis] [Arthrose] [Bandverletzung] [Gicht] [Knochenbruch] [Luxation] [Rheuma] [Behandlung allg.] [Gelenke speziell] [Vorbeugung] [Selbsthilfe] [Kontakt] [Impressum]