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Die Gicht ist eine Form der Arthritis (Arthritis urica). Bei der Erkrankung wird die Entzündung der Gelenke durch einen erhöhten Harnsäurespiegel im Blut (Hyperurikämie) hervorgerufen. Prinzipiell können alle Gelenke des Körpers befallen sein. Besonders betroffen ist aber das Großzehengrundgelenk. Der Befall dieses Gelenks wird auch Podagra genannt. Das an Gicht erkrankte Gelenk ist sehr schmerzhaft, gerötet und geschwollen.

Hervorgerufen wird die Erkrankung durch eine Störung des Stickstoffstoffwechsels. Die im Körper als Abbauprodukt entstehende Harnsäure wird bei den Gichtkranken nur ungenügend von den Nieren ausgeschieden. Man unterscheidet die primäre Form (1. familiär - es liegt ein Gendefekt vor; 2. angeboren - es fehlt ein spezielles Eiweiß in der Niere) von der sekundären Form, bei der andere Erkrankungen oder Medikamente die Ausscheidung der Harnsäure behindern. Durch die ansteigenden Harnsäure-Spiegel im Blut und in den Geweben, vor allem im Bindegewebe, kristallisiert die Harnsäure aus. Diese Kristalle lagern sich in den Gelenken ab und führen durch die mechanische und chemische Reizung zu den beschriebenen starken Entzündungen. Zusätzlich können Nierensteine und zusätzlich Harnsäureablagerungen in anderen Geweben entstehen. Wenn die Gicht nicht behandelt wird, entsteht eine chronische Gicht, die zur völligen Zerstörung der befallenen Gelenke führen kann.

Bei Patienten, bei denen diese Erkrankung besteht, löst Alkoholgenuss, das Essen von Innereien (Leber, Niere, etc.) oder Hülsenfrüchten einen Anfall aus, da diese Lebens- oder Genussmittel zu Harnsäure abgebaut werden oder die Harnsäureentstehung beschleunigen. Es wird deshalb empfohlen, Alkohol und tierisches Eiweiß nicht in größeren Mengen zu sich zu nehmen. Auch Hungerkuren können zu Anfällen führen, da nicht nur die Zunahme sondern sogar die Veränderung des Harnsäurespiegels Ursache für Anfälle sein kann.

Die Diagnose wird durch die typische Symptomatik und den erhöhten Harnsäurespiegel im Blut schnell gestellt. Gelegentlich müssen spezielle Untersuchungen vorgenommen werden. Besonders Röntgenaufnahmen der betroffenen Gelenke sind notwendig, um den Grad der Zerstörung sichtbar zu machen.

Die Behandlung einer Hyperurikämie muss lebenslang und dauernd erfolgen, um die Entwicklung einer chronischen Gicht zu vermeiden. Grundsätzlich wird eine Umstellung der Ernährung empfohlen. Tierisches Eiweiß, Erbsen, Bohnen, Linsen und Alkohol sollten nicht in größeren Mengen konsumiert werden. Wenn der Harnsäurespiegel durch die Diät nicht gesenkt werden kann, wird eine medikamentöse Behandlung mit Allopurinol durchgeführt. Alternativ zum Allopurinol wird Benzbromaron verwendet.

Im akuten Anfall einer Gicht wird mit Schmerzmitteln und Antiphlogistika behandelt. Zusätzlich kann Kortison gegeben werden. Diese Behandlung ist in den meisten Fällen ausreichend.

Eine chirurgische Therapie ist im akuten Anfall nicht notwendig, da die Beschwerden unter medikamentöser Therapie gut rückläufig sind. Bei chronischer Gicht und Zerstörung des Gelenks kann ein Gelenkersatz durchgeführt werden

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