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Das Kniegelenk ist ein komplexes Gelenk. Drei Knochen: der Oberschenkelknochen, das Schienbein und die Kniescheibe sind beweglich miteinander verbunden. Der Oberschenkel endet in einer aus Knochen gebildeten Rolle und das Schienbein bildet ein Plateau. Um die Führung der beiden, nicht gut aufeinander passenden Knochen im Gelenk zu verbessern, befinden sich zwei halbmondförmige Knorpelscheiben (Meniskus) im Gelenk. Auf jeder Gelenkseite liegt ein Meniskus. Das an der Außenseite des Unterschenkels gelegene Wadenbein ist nicht mit dem Kniegelenk verbunden sondern sitzt in einem straffen Gelenk direkt an der Außenseite des Schienbeins.

Im Kniegelenk findet nicht nur die weit ausladende Bewegung nach hinten statt (der Unterschenkel kann an den Oberschenkel angeklappt werden, das entspricht etwa 180 Grad), sondern es wird zusätzlich eine minimale Drehbewegung durchgeführt, die das Gelenk in eine sogenannte Arretierungsstellung führt. In dieser Stellung benötigt die Muskulatur kaum Kraft, um das Bein in der Streckung zu belassen und zu belasten. Zusätzlich ist eine geringe Überstreckung des Kniegelenks möglich. Alle diese Bewegungen müssen beim Laufen durch die Muskulatur koordiniert werden. Durch den komplexen Gelenkaufbau und die komplizierte Funktion ist das Kniegelenk ein sehr schwierig zu behandelndes Gelenk.

Die bedeutendste Sehne ist die Patellasehne, die aus der kräftigen vorderen Oberschenkelmuskulatur (dort heißt sie nach dem Muskel Quadrizepssehne) kommt und an der Vorderseite des Kniegelenks als starker Strang über die Kniescheibe (Patella) zum Unterschenkel (Schienbein) zieht. Die Kniescheibe dient der Sehne als Abstandhalter zum Gelenk und als Gleitkörper.

Das Kniegelenk ist sehr gut mit Nerven und Gefäßen versorgt. Diese münden in der Schleimhaut des Gelenkes. Die Schleimhaut produziert Gelenkflüssigkeit. Dadurch wird das Gleiten des Knorpels aufeinander bei der Bewegung ermöglicht. Im Gelenk findet man eine sehr dicke Knorpelschicht, die die extremen Bewegungs- und Hebelkräfte abfangen kann. Die beiden Menisken gleichen die verschiedenartigen Knochenoberflächen zwischen Ober- und Unterschenkel aus, verbessern den Kontakt und verteilen so die Belastung auf den Gelenkknorpel und den Knochen. Beide Menisken sind halbmondförmig und an der Außen- und Innenseite des Kniegelenks an der Gelenkkapsel sowie vorn und hinten im Gelenk fixiert. Auf der Innenseite ist eine geringe Bewegung des Meniskus nach vorn und hinten möglich, um die Verschiebung des Kontaktpunktes zwischen Ober- und Unterschenkel bei der Beugung und bei der Drehung ausgleichen zu können.

Um das Gelenk findet sich eine kräftige Gelenkkapsel. Das Gelenk wird durch vier Bänder (zwei Kreuzbänder und zwei Seitenbänder) sowie die Sehnen der Ober- und Unterschenkelmuskulatur geführt. Die Seitenbänder bilden die seitliche Begrenzung des Kniegelenks und der Gelenkkapsel. Die beiden Kreuzbänder verhindern, dass sich das Knie bei Belastung zu weit nach vorn oder hinten verschieben kann und damit instabil werden würde. Die Führung des Kniegelenks erfolgt vor allem durch die Bänder und Sehnen. Diese Führung muss nicht nur bei Beugung im Knie sondern auch bei der Verdrehung des Unterschenkels gegen den Oberschenkel funktionieren.

 

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