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Der Aufbau von Knorpel kann durch Zusatzstoffe verbessert werden. Diese Stoffe können direkt in das Gelenk eingebracht (Hyaluronsäure) oder auch mit der Nahrung aufgenommen (Glucosamin) werden.

Hyaluronsäure ist eine körpereigene Substanz, die benötigt wird, um Knorpel zu erzeugen. Normaler Knorpel gibt diese Substanz auch an die Gelenkflüssigkeit ab, die damit einen wesentlichen Anteil ihrer Eigenschaften, nämlich die Schmierfähigkeit, erhält. Bei Schädigungen des Knorpels verbessert die Gabe dieser Substanz direkt in das Gelenk die Zusammensetzung der Gelenkflüssigkeit und wirkt neben der Bereitstellung des Grundstoffs für die Knorpelsynthese auch als zusätzlicher Schmier- und Ausgleichsstoff im geschädigten Gelenk. Die Substanz ist in verschiedenen Zubereitungen und Molekülgrößen erhältlich. Oft tritt eine eindrucksvolle schnelle Besserung ein. Leider hält die Wirkung des Präparates nur eine gewisse Zeit an (Tage bis Wochen), da Hyaluronsäure im Gelenk abgebaut wird. Deshalb muss die Spritze in verschiedenen, von der Zubereitung abhängigen, Intervallen erneut gegeben werden. Von der gesetzlichen Krankenkasse werden die Kosten in der Regel nicht übernommen. Die Therapie wird auch nach Knorpelbehandlungen (Abrasionsarthroplastik, Pridie-Bohrungen, etc.) zum besseren Aufbau des Knorpels eingesetzt. Die Kosten belaufen sich auf 250 bis 500 Euro pro Zyklus, abhängig vom eingesetzten Präparat.

Glucosamin bzw. Chondroitin ist ein Zusatzstoff zur Ernährung, der die Knorpelzellen beim Aufbau der Knorpelmatrix unterstützt. Diese Zuckerverbindung mit Schwefelanteil wird direkt in den Knorpel eingebaut. Der Zucker kann in den Knorpelzellen verbraucht werden. Glucosaminsulfat wird auch im Körper hergestellt, so dass ein körperidentischer Stoff zugeführt wird. Unter der Einnahme von Glucosaminsulfat wurde bei Patienten, bei denen noch keine komplette Knorpelzerstörung vorlag, ein Rückgang der Schmerzen und eine bessere Beweglichkeit festgestellt, wenn die Einnahme über mindestens vier Wochen durchgeführt wurde. In einigen Studien konnte im Vergleich zur Einnahme eines Placebo eine verminderte Abnahme der Knorpeldicke bei einer Gonarthrose festgestellt werden (Dauer der Studien drei Jahre). Dagegen profitieren Patienten mit schwerster Arthrose und Verlust des Knorpels nicht von der Einnahme von Glucosaminsulfat. Ein Wiederaufbau von Knorpel auf völlig freiem Knochen konnte nicht nachgewiesen werden. Sinnvoll kann die Einnahme als Unterstützungstherapie bei nachgewiesenem Knorpelschaden ohne komplette Freilegung des Knochens im Gelenk sein. In neueren Studien hat sich Glucosaminsulfat als nur gering wirksamer gegen Schmerzen als ein Medikament, welches keinen Wirkstoff enthielt, gezeigt. Allerdings nehmen die Schmerzen bei mehr als 60 % der Patienten um 20 % ab (Glucosamin/Chondroitin Arthritis Intervention Trial). Zur Regeneration des Knorpels nach Operationen ist die Einnahme dieses Stoffes möglich, wenn keine schwerste Arthrose besteht. Bevor das rezeptfreie und gut verträgliche Mittel angewendet wird, sollten Sie jedoch einen Arzt aufsuchen und den Schaden im Gelenk genau feststellen lassen, eventuell auch mittels Arthroskopie.

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