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Immer wieder stellt sich die Frage, welche Sportarten betrieben werden können, wenn man an Erkrankungen der Gelenken leidet oder bereits ein künstliches Gelenk benutzt und worauf man bei den einzelnen Sportarten achtgeben muss. Beim Betreiben aller nicht aufgeführten Sportarten solle man seinen gesunden Verstand einschalten und sich fragen, wann dieser Sport zu viel für einen ist.

Alpiner Skilauf

Bei Schäden an den großen Gelenken und bei Gelenkimplantaten nicht zu empfehlen. Die Sturzgefahr ist sehr groß, dabei sind Verdrehungen und Knochenbrüche der Gelenke der unteren Extremität und Verletzungen aller möglicher Arten der oberen Extremitäten möglich. Aufgrund der Rasanz, der Notwendigkeit einer sehr guten Koordinationsfähigkeit und einer guten körperlichen Kondition kann diese Sportart nur sehr geübten Fahrern empfohlen werden, wenn erst einmal Gelenkbeschwerden aufgetreten sind.

Alpiner Skisport ist eine der verletzungsträchtigsten Sportarten für Amateure und Laien. Eine perfekte Ausrüstung und eine konsequente körperliche Vorbereitung sind für den Skiurlauber die minimalen Voraussetzungen, um wieder gesund nach Hause zu kommen.

Ballspiele

Bei Ballspielen besteht zu jeder Zeit die Gefahr der Verletzung durch Unfälle und abrupte Drehungen. Für Patienten mit Gelenkschäden oder Gelenkimplantaten sind Ballspiele, egal welcher Art, nicht zu empfehlen. Abrupte Bewegungen sind bei Spielen nicht zu vermeiden, schließlich will man ja gewinnen.

Eislaufen

Wegen der extrem hohen Sturzgefahr für Menschen mit Problemen an den Gelenken nicht zu empfehlen.

Fußball

Für Patienten mit Gelenkschäden ist Fußball auf keinen Fall zu empfehlen. Für Knie und Sprunggelenk ist Fußball der verletzungsreichste Sport überhaupt. Aber auch die Gelenke der Arme sind bei den Zweikämpfen und Stürzen gefährdet. Wegen der derzeit in Mode gekommenen leichten Fußballschuhe treten häufig Verletzungen am Mittelfuß auf. Die Sohlen dieser Schuhe sind teilweise flexibel und gestatten daher komfortableres und schnelleres Laufen. Bei Tritten gegen den blockierten Ball biegen sich diese Sohlen leider auch, sodass dann Verletzungen resultieren, die es mit den stabilen Sohlen nicht gab.

Golf

Nur mit ruhigen abgestimmten Bewegungsabläufen ist das Golfspiel möglich, da sonst Drehkräfte auf die geschädigten Gelenke übertragen werden können und es zur weiteren Verschlechterung des Zustandes kommen kann. Die sonstige ruhige und ausdauernde Bewegung ist für Gelenkerkrankungen eher günstig.

Kegeln

Nur ohne Anlauf sinnvoll, da die großen Schritte und die Bremsbewegung am Ende des Anlaufs die Gelenke der Beine sehr stark belasten können. Die ausholende Bewegung mit der Kugel strapaziert die Gelenke des Armes. Kegeln ist also kein Sport für Menschen mit Gelenkbeschwerden.

Klettern

Mit Gelenkbeschwerden sollte man auf gar keinen Fall im Freien klettern, weil immer die Gefahr besteht, dass sich die Beschwerden so verschlimmern, dass es nicht weiter geht. Auch in der Halle ist Klettern aufgrund der großen Belastung für die Gelenke nicht geeignet.

Krafttraining

Krafttraining ist bei Gelenkerkrankungen nur mit abgestimmten Gewichten ohne Überlastung und ohne ruckartige Bewegungen erlaubt. Langsame Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen sind zum Muskelaufbau und zur Stabilisierung der Gelenke notwendig. Ein abgestimmtes Training ist vor allem für das Schultergelenk sinnvoll und notwendig.

Laufen

Prinzipiell ist das Laufen erlaubt und sinnvoll. Mit Ausdauerläufen ist eine Verbesserung der Kondition zu erreichen, außerdem ist durch das Laufen eine Gewichtskontrolle gut zu unterstützen. Anzustreben ist die Bewegung auf ebenem, flachem, weichem Boden. Waldläufe sind wegen der Gefahr des Verdrehens der Gelenke der unteren Extremitäten nicht geeignet. Intervalltraining ist ebenfalls nicht zu empfehlen. Die Schuhe sollen den angestrebten ökonomischen Laufstil unterstützen und die Gelenke vor zu hartem Untergrund bewahren.

Nordic Walking

Für Nordic Walking trifft das Gleiche wie für das Laufen zu.

Radfahren

Radfahren ist die am besten geeignete Sportart, wenn Gelenkprobleme an den Beinen bestehen. Idealerweise trainiert man auf dem Heimtrainer. Die Kraft sollte dem Zustand der Gelenke angepasst sein. Höhere Trittfrequenzen sind dabei einem hohen Gang vorzuziehen. Im Freien sollte ohne größere Steigungen oder Gefälle gefahren werden. Eine Gangschaltung ist erforderlich, um doch einmal auftretende Steigungen ausgleichen zu können.

Reiten

Wegen der Verletzungsgefahr durch Stürze ist Reiten nicht zu empfehlen. Es besteht eine starke Belastung der Gelenke beim Auf- und Absitzen. Besonders die Kniegelenke und die Schultergelenke werden beim Reiten belastet.

Schwimmen

Schwimmen ist als Sportart sehr geeignet, weil der ganze Körper an der Bewegung teilnimmt. Die Bewegung wird durch den Auftrieb im Wasser erleichtert. Bei Problemen mit den Knien oder bei Knieimplantaten ist nur der Kraulstil oder das Rückenschwimmen zu empfehlen, das Brustschwimmen (Froschstil der Beine) belastet die Knie (vor allem die Innenbänder und die Menisken) erheblich. Daneben wird durch die angespannte Haltung des Kopfes aus dem Wasser heraus die Wirbelsäule belastet.

Segeln

Auf großen Booten sehr gut möglich. Kleinere Boote und Wettkämpfe sollten wegen der Gefahr von schnellen, extremen Bewegungen gemieden werden.

Skilanglauf

Gut möglich, wenn stärkere Steigungen oder Gefälle gemieden werden. Der nordische Stil ist für die Gelenke schonender als der Skating-Stil, da es bei letzterem zu Verdrehungen der Hüften, Knie und Sprunggelenke kommen kann. Breitere Ski werden zur Benutzung empfohlen, um ein Umknicken weniger wahrscheinlich zu machen und eventuelle Abfahrten zu erleichtern.

Snowboarding

Für Snowboarding trifft das Gleiche wie für den alpinen Skisport zu. Wenn überhaupt, ist für Personen mit Gelenkproblemen nur eine gemäßigte Fahrweise mit einem gut trainierten Körper sinnvoll.

Surfen

Das Surfen ist wegen der hohen Verletzungsgefahr und den extrem hohen Kräften, die über die Gelenke übertragen werden, nicht zu empfehlen.

Tanzen

Das Drehen über ein fest auf dem Boden stehendes Bein muss beim Tanzen vermieden werden, um keine Verletzungen davonzutragen. Besonders Träger von Hüftendoprothesen müssen hier sehr wachsam sein. Die entsprechenden Schritte sollten erneut langsam und vorsichtig geübt werden. Entsprechende Schuhe mit leicht drehenden Sohlen (Ledersohlen) sollten getragen werden.

Tennis

Besonders Turniere sind wegen der Verdrehungsgefahr der Gelenke nicht zu empfehlen. Bei dieser Sportart steht der Wettbewerb im Vordergrund, der zu Unachtsamkeit gegenüber den eigenen Gelenkproblemen führt. Verletzungen sind wegen der Dynamik des Spiels zu erwarten, wenn Vorschädigungen bestehen.

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